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Zoologische Gärten und Tierparks gehören zu den Nischen im Planen und Bauen. In den vergangenen Jahren sind in nahezu allen großen Zoos neue Gebäude zur Unterbringung von Tieren errichtet worden. Die Öffentlichkeit nimmt diese Bauaufgabe aber nur unzureichend wahr, obgleich Zoogebäude neben Flughäfen und Bahnhöfen die am meisten frequentierten Orte überhaupt sind (weltweit über 600 Millionen Besucher im Jahr). Die Aufgabe des Architekten besteht nicht nur darin, artgerechte Gehege zu planen, sondern den Besuchern das Zooerlebnis so interessant und lehrreich wie möglich zu gestalten. So kommt es unter anderem auf eine klare Wegführung für die Besucher, schnelle und kurze Strecken bei der Versorgung und Reinigung, Ruhepunkte zum Verweilen und Beobachten, sowie die geeigneten Trennungen der Themenbereiche an. Die bestehenden Zoos sind über die Jahrzehnte entweder unstrukturiert gewachsen oder sie konnten sich durch die umschließenden Stadtstrukturen nicht weiter entfalten. Diese Mißstände wurden analysiert und in dem Entwurf umgesetzt. Es kommt nicht auf die einzelnen Gehege an, sondern auf das Konzept im Ganzen. Auf dieser Grundlage wird dann ein neuer Bereich geschaffen und man stellt sich die Frage: Welche Gebäudekubatur, welche Materialien, welche Farben sind sinnvoll eingesetzt, um den Zuschauern die Tiere näher zu bringen?

Bei diesem Entwurf handelt es sich um ein neues Savannengehege, mit dem Namen "Etosha". Das Gehege ist für den Tierpark "Hagenbeck" in Hamburg-Stellingen entworfen worden. Das geplante Gelände vereint verschiedene Funktionen: Verwaltung im Nord-Westen; Innengehege mit Personalbereich im Nord-Osten; ein Event-Restaurant und Shop-Bereich im Süden. Alle Funktionen umschließen das Außengehege mit Wasserstelle. Aus zwei unterschiedlichen Gehegen werden die Tiere in das neue Savannengehege zusammengeführt: Vogelstrauße, Zebras, Impalas, Große Kudus und Giraffen finden hier ein neues Zuhause. Die Dachstruktur wurde von der afrikanischen Schirmakazie abgeleitet und "fließt" in das umliegende Gelände.

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